Frankreichurlaub Bretagne 2021

„Teil 3/ September Der Mont St.-Michel“

Das zweite Teilstück unserer Route

Der nächste Stopp auf unserer Reise in die Bretagne war der Mont St-Michel. Wir befanden uns noch immer in der Normandie und brauchten knapp zwei Stunden, um den Parkplatz des Klosterbergs zu erreichen.

Der Mont St-Michel

Obwohl ich schon sehr oft in Frankreich war habe ich es doch nie geschafft, den Mont St-Michel zu besuchen. Auf der Strecke lag er auch diesmal nicht. Den Umweg hatten wir fest eingeplant, aber nicht das Wetter. Es war sehr heiß an diesem Tag, was leider meine Stimmung etwas trübte, weil ich mit hohen Temperaturen nicht gut umgehen kann.

Die Strecke dahin war ausreichend beschildert, was nicht verwundert, gehört der Mont St. Michel doch zu den Hauptsehenswürdigkeiten Frankreichs. Mit drei Millionen Besuchern jährlich, ist dieses erlauchte Mitglied des „UNESCO Kulturerbes der Menschheit“, das zweithäufigste besuchte Ziel in Frankreich. Nur der Eiffelturm übertrifft an Besuchern den Klosterberg.

Wegen des Fernblicks lohnt es sich, kurz vor dem Ziel, am Straßenrand einen Stopp einzulegen. Dieser erste Blick auf den Berg hat mich für einen Moment verstummen lassen (passiert bei mir nicht allzu oft). Der Anblick ist überwältigend. Zum Mont St-Michel ist schon alles gesagt und beschrieben worden, daher erspare ich mir die Attribute.

Der Parkplatz wurde relativ neu angelegt ( gebührenpflichtig! ) und bietet ausreichend Raum für die Touristenmassen, die sich netterweise in der Nachsaison ausgedünnt hatten. Es ist hilfreich, wenn man sich die Standplatznummer einprägt, oder aufschreibt. Das erspart einem, wie bei uns, die lange Suche, nicht nach der verlorenen Zeit, aber nach dem verlorenen Auto.

Der Weg zum Berg, ungefähr 30 Minuten Fußweg, führt über einen langen Damm. Ich sollte unbedingt erwähnen, dass er keinerlei Schatten bietet. Da ich schon gleich nach Ankunft total durchgeschwitzte Rückkehrer beobachtet hatte ahnte ich schon, dass es bei 30°C im Schatten herausfordernd wird.

Durch meinen Beruf habe ich ein zwiespältiges Verhältnis zur Sonne entwickelt. Zu oft wurden mir in der Apotheke ihre Schattenseiten gezeigt. Ein Regenschirm war daher ein hilfreicher Begleiter. Vom Infocenter aus fährt in regelmäßigen Abständen ein Shuttlebus. Da heißt es dann, sich in einer lange Reihe hinten anzustellen. Da das Warten auf den Bus fast genauso lange dauert wie der Anmarsch, gehen die Meisten zu Fuß. Die Ameisenstraße der vielen Besucher erinnerte mich an einen Pilgerzug. Trotz des anstrengenden Weges unter gleißender Sonne würde ich es immer wieder so machen, weil man die Aussicht auf den Klosterberg ausgiebig genießen kann.

Ameisenstraße der Besucher
Ein Schirm ist vielseitig verwendbar

Hat man die neue Brücke erreicht, ist der Weg fast geschafft. Diese wurde gleichzeitig mit dem Abtragen des Treibsands gebaut und passt sich mit ihren filigranen Stelzen der Landschaft an. Heute steht der Mont St-Michel wieder im Wasser. Der Sand rund um den Berg wurde abgetragen, um ihn vor der drohenden Verlandung zu bewahren. Bei Flut zeigt sich die Insel von ihrer schönsten Seite. Vom Wasser umspült und in Sonnenlicht getaucht, ist der majestätische Anblick beinahe unwirklich.

Ist das Ziel erreicht, stellt sich schlagartig Ernüchterung ein. Es tut mir leid, das hier zu schreiben, aber innerhalb des Berges ist es wie auf einer Kirmes. Menschenmassen schieben sich durch die steilen, engen Straßen. Geschäfte mit Geschenkekitsch und Restaurants liegen am Weg. Den sehenswerten Kreuzgang haben wir dann ausgelassen und sind schnell wieder zurück.

Ist genug Zeit vorhanden lohnt es sich auf jeden Fall, auch die Wattlandschaft wahrzunehmen. Da ist Weite und nur der Wind, das ferne Rauschen des Meeres und das Rufen der Möwen unterbrechen die Stille. Ich dachte an die lange, wechselvolle Geschichte dieses Klosterberges und an die vielen Menschen, die im Laufe der Jahrhunderte vielleicht von der gleichen Stelle aus diesen Anblick in sich aufgenommen haben. Was für ein magischer Ort!

Landschaft rund um den Mont St-Michel

Es war ein überaus anstrengender und überaus erfüllender Ausflug. Wir waren verschwitzt und geschafft, als wir endlich unser Auto erreichten (klar, auch in der prallen Sonne) und vor uns lag noch eine lange Autofahrt, denn wir wollten noch bis zum Abend in der Bretagne ankommen…..

Frankreichurlaub Bretagne September 2021

„Teil 2/ Honfleur in der Normandie“

Nach ca. 600km haben wir unser erstes Etappenziel, Honfleur in der Normandie, erreicht. Die begrüßende Sehenswürdigkeit, die man buchstäblich erfährt, ist die Pont de Normandie. Diese Brücke verbindet die beiden Ufer der Seine, die hier in den Ärmelkanal mündet. Die Brücke ist verkehrsreich und laut, trotzdem von anmutiger Schönheit. Die Architekten dieser 1995 fertiggestellten Brücke haben etwas entworfen, das zweckmäßig und verkehrsentlastend ist, sich aber elegant in die Landschaft einfügt und einen schönen Kontrast zu den Hafenanlagen bildet.

Honfleur ist einfach zauberhaft. Wunderschöne alte Häuser, enge Gässchen, kopfsteingepflasterte Straßen, ein Juwel an der Côte de Fleuri. Vor vielen Jahren waren wir schon einmal für eine Woche hier. Erleichtert haben wir festgestellt, dass der Ort nichts von seinem Charme verloren hat. Wir sind an einem Samstag hier angekommen, was man sofort gemerkt hat. Unzählige Tagestouristen und Wochenendausflügler, viele aus Paris, waren auf den Straßen unterwegs. Das schöne Wetter tat ein Übriges und schließlich, wo es schön ist, ist man meist nicht alleine.

Das von uns gebuchte Hotel war eher nicht so der Burner. Ein Ibis aus der Budget-Reihe, was man ihm auch anmerkte. Waschbecken im Schlafzimmer! Ich habe keine Ahnung, was sich Architekten dabei denken? Gottseidank waren die Dusche und das Klo in einem abgetrennten Raum. Der Frühstücksraum war winzig und morgens überfüllt. Pandémie? Qu’est-ce que c’est? Na ja, wir hatten ohnehin nicht vor, darin zu frühstücken.

Wir frühstücken übrigens nie in französischen Hotels und auch nicht in Restaurants. In Frankreich gibt es an jeder Ecke Bäckereien mit wunderbaren Croissants, in allen Formen und Variationen, dazu ein Café crème, an einem Stehtisch eingenommen und mit Franzosen über das Wetter plaudern….

Frankreich ist nicht gerade bekannt für seine Frühstücke. Meist nur Kaffee und Croissants, auch in Hotels und Restaurants. In größeren Hotels werden auch Käse, Wurst und Eier angeboten. Das ist eine Konzession an die Touristen. Mit Frankreich hat das nichts zu tun.

Die Lage des Hotels war gut. Stadtnahe und gegenüber, auf einer Landzunge, ein kostengünstiger Parkplatz. Wir konnten bequem zu Fuß ins Zentrum.

Wir sind Bummler. Stundenlang streuseln wir durch Straßen und Gassen ohne, dass es uns jemals zu viel wird. Diejenigen Sehenswürdigkeiten des Ortes, die wir in der Vergangenheit schon einmal besucht hatten, konnten wir auslassen. Das sollte man natürlich nicht machen, wenn man zum ersten Mal hier ist. Die Stadt hat viel zu bieten. Eine alte Holzkirche, Sainte- Catherine, die Maisons Eric Satie, das Musée Eugène Boudin und unzählige Ateliers. Honfleur gilt als die Wiege des Impressionismus.

Der Hauptanziehungspunkt und zentrale Ort des Städtchens, ist das alte Hafenbecken, Vieux Bassin. Unter Ludwig XIV erbaut, ist dieses Kleinod einer der malerischsten Orte, die man sich vorstellen kann. Eingerahmt wird er von würdevollen alten Häusern die fast alle, Cafès und Restaurants beherbergen. Sitzt man auf einem dieser Stühle und schaut mit einem Glas Wein vor sich auf die schaukelnden Boote mit der unvergleichlichen Kulisse kann man sich vorstellen, dass dieser Platz über Jahrhunderte hinweg, Menschen fasziniert und bezaubert hat.

Mein Tipp für einen schönen Spaziergang, ist der Jardin des Personnalités. Am Meer gelegen, ist er in zahlreiche Themengärten aufgeteilt. Hier findet man in jedem dieser Gärten die Büsten von Künstlern, die irgendeinen Bezug zu Honfleur hatten.

Es gibt zwar rund um das Vieux Bassin jede Menge Restaurants, aber leider von eher durchschnittlicher Qualität. Besser ist es, hier einen Apéro zu trinken, dem bunten Treiben zuzusehen, um dann anschließend in den kleinen Gassen der Stadt nach einem Restaurant Ausschau zu halten. Das Essen, das wir in dem hier gezeigten Restaurant hatten, war gleich der Haupttreffer unseres Urlaubs.

Am nächsten Tag, montags, hatte sich die Stadt schon merklich geleert. Anfang September ist immer der berühmte Rentrée. Das ist nicht nur das Ende der Ferien und die Aufnahme des Schulbetriebs, sondern auch die Rückkehr der Arbeitnehmer- und geber an ihren Arbeitsplatz….alle zur gleichen Zeit. Im Juli und August wird in Frankreich Urlaub gemacht, gerne im eigenen Land. Viele Geschäfte und Gastronomiebetriebe, vor allem in den Städten, sind geschlossen. Die Strände des Landes sind überfüllt und Unterkünfte schwer, oder oft nur überteuert zu bekommen. Kann man es einrichten, ist die beste Urlaubszeit entweder in Mai/Juni, oder nach dem Rentrée.

Wir haben uns etwas sentimental von Honfleur verabschiedet und zu unserem nächsten Etappenziel aufgemacht…..

!! Tipp 1

„Anreise mit dem Auto auf Frankreichs Straßen“

Sobald man französische Straßen befährt sollte man sich an die angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Diese sind:

130km/h Autobahnen 110km/h vierspurige Straßen 90km/h auf anderen Straßen, 50km/ Ortschaften

Motorradfahrer dürfen 90km/h auf Autobahnen, sonst 80km/h schnell fahren.

Haltet euch in Frankreich bitte an diese Regeln, denn bei Überschreitungen wird das streng geahndet!!

Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Bitte auch daran halten!

Strafen werden sofort abkassiert. Bei schweren Vergehen wird auch schon mal das Auto stillgelegt.

Es gibt zahlreiche Raststätten auf den Schnellstraßen und Autobahnen. Meiner Erfahrung nach ist es immer ratsam, diejenige mit den meisten Möglichkeiten zu wählen. Große Werbeschilder weisen frühzeitig darauf hin. Die Toiletten sind in der Regel sauberer und die Auswahlmöglichkeiten vielfältiger. Wer in der Mittags- oder Abendessenszeit eine Raststätte anfährt, muss sich unter Umständen in eine Schlange einreihen. Außerhalb dieser Zeiten ist es entspannter, wenn auch eingeschränkter in der Auswahl. An Raststätten und Parkplätzen gibt es in der Regel Picknickplätze. Eine gute Möglichkeit, Mitgebrachtes, oder ein gekauftes Brot ungestört zu sich zu nehmen.

Autobahnen sind gebührenpflichtig! Schon einige Kilometer vorher zeigen Schilder den Anfang mit ‚Péage‘ an. Man fährt an einen der vielen Schalter, zieht ein Ticket und die Schranke öffnet sich. Dieses gilt dann für die Strecke bis zur nächsten Station. Beim Bezahlen wählt man an der Zahlstelle, die über den Schaltern mit Kreditkarte und Münzen ausgewiesene Spur. Telepéage ist ein elektronisches System, bei dem man im Vorfeld einen Chip in einer kleinen Box kauft. Diese wird an der Windschutzscheibe angebracht und automatisch abgelesen. Dafür gibt es extra Spuren, die über den Schranken mit einem gut sichtbaren, günen ‚t‘ bezeichnet sind. Bezahlt wird am Ende des Monats durch Abbuchung.

Oft wird für Tankstellen und Restaurants mit Schildern geworben, die gar nicht unmittelbar an der Autobahn liegen . Daher, bitte erstmal schauen, ob man schon von Weitem eine Tankstellenfahne sieht. Andernfalls kann es passieren, dass man erst die Abfahrt nehmen und in die nächstgelegene Ortschaft geleitet wird. Das ist dann recht umständlich.

Das Fahren auf der Autobahn kann ein kostspieliges Vergnügen sein, weil auch die Spritpreise in Frankreich im Allgemeinen höher als hier in Deutschland sind. Trotzdem würde ich immer die Autobahn wählen. Da sich alle an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, ist das Fahren sehr entspannt. Drängler und Lichthupenbenutzer gibt es nicht, weil die Geschwindigkeitsbegrenzung im Großen und Ganzen wegen der vielen Kameras eingehalten wird.

Wie oft habe ich mir das schon für Deutschland gewünscht…..

Frankreichurlaub Bretagne September 2021

„Teil 1 /Anfahrt“

Es war ein langer Weg von Düsseldorf nach Frankreich. Das gilt für die Vorüberlegung genauso, wie für die Anreise. Auf der Karte ist die Strecke markiert, die in mehrere Teilstrecken aufgeteilt wurde.

Pandemiebedingt entschlossen wir uns, das Reiseziel davon abhängig zu machen, wie die Reisebestimmungen sich entwickeln.

Es standen allerlei Optionen zur Verfügung. Zuerst der Schwarzwald, den wir in den beiden vorherigen Jahren für jeweils eine Woche bereist hatten . Das war schön und hat uns auch wirklich gut gefallen, aber nochmal dorthin?

Dann eine Nordseeinsel. Föhr hatte ich im Hinterkopf, weil ich dorthin schon einmal einen Tagesausflug gemacht hatte und gute Erinnerungen damit verknüpfe.

Wir haben für beide Ziele dann etwas gebucht mit Stornierungsoptionen.

Im Laufe des Jahres nahm das Impfgeschehen dann Fahrt auf und die Aussicht, vielleicht vor dem Urlaub noch immunisiert zu sein, kam in erreichbare Nähe. Eine kleine Anmerkung: ich unterhalte mich nicht mehr über Impfungen! Bei einem Berufsleben in öffentlichen Apotheken habe ich alles schon einmal gehört.

Ende Juli waren wir beide vollständig geimpft und Besitzer eines digitalen Impfausweises. Das eröffnete dann andere Möglichkeiten. Im Bewusstsein, dass sich dieser Zustand nicht mehr groß ändern wird und wir in Zukunft lernen müssen mit dem Virus zu leben, entschieden wir uns für Frankreich.

Ich liebe Frankreich. Das Land nimmt einen großen Raum in meiner Biografie ein und wird wahrscheinlich immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. In der Vergangenheit war Frankreich schon unzählige Male unser Urlaubsland, trotzdem kennen wir noch lange nicht alles.

Die ganze Planung beschleunigte sich, als wir als Ziel „Bretagne“ angepeilt hatten.

Als meine Kinder noch klein waren, wurden häufig unsere Familienurlaube an der Nordküste der Bretagne verbracht. Das gehört für mich mit zu den besten Erinnerungen jener Zeit und ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Wenn man die Anfahrtstrecke geschafft hat, sind Kinder dort bestens aufgehoben.

Die gleiche Region wie damals kam für uns nicht in Frage. Diesmal zog es uns weiter nach Südwesten. Das Ziel war Douarnenez im Département Finistère. Glaubt es oder nicht, die Wahl fiel einzig deshalb darauf, weil der Name so einen schönen Klang hat.

Es ist eine langer Strecke bis dahin, darum haben wir sie aufgeteilt und jeweils für Hin- und Rückweg einen Zwischenstopp eingeplant.

Die einzelnen Etappen waren trotzdem noch zu lang und wir nicht selten entnervt von der vielen Fahrerei.

In der Woche vor der Abreise studierte ich sicherheitshalber nochmal die Infos vom Auswärtigen Amt bzgl. Frankreich. Die Bedingungen schienen ok zu sein. Das Risiko unterschied sich nicht nennenswert von dem in Deutschland. Die Bretagne ist dünn besiedelt und das Wetter versprach sonnig und trocken zu werden, so dass man sich meist draußen aufhalten kann.

Ich will hier nicht verschweigen, dass ich in den letzten Tagen vor Reisestart ca. fünfzigmal an jedem Tag auf meine Wetterapp geschaut und meinen Freund damit genervt habe ( er meinte, dass ich es ja doch nicht ändern könne und er Wichtigeres zu tun habe, als sich auch noch um das Wetter zu kümmern…..)

Wir sind an einem Samstag losgefahren, was an sich verkehrstechnisch nicht problematisch ist, aber für unseren ersten Zwischenstopp in Honfleur, in der Normandie, keine so eine gute Idee war….

Frühstückspause
Irgendwo auf dem Weg
Kaffee und Croissant

Der Anfang

„Vorbereitung ist alles oder ich bin keine Abenteuerin“

Bei dieser Überschrift werden die ersten schon weiterklicken. Es tut mir leid, wenn ich euch gleich am Anfang enttäusche. Aber es stimmt, ich, oder besser wir, bereiten unsere Reisen vor.

Zur Erklärung muss ich anfügen, dass ich immer in Gesellschaft reise, außer, ich reise zu meinen Kindern. Dahin reise ich meist allein, weil dann die Familienthemen angesagt sind, die für andere nicht so spannend sind.

Die „Anderen“ bestehen aus einem Mann, meinem Freund. Er und ich reisen zusammen, daher wird im Folgenden auch meist von „wir“ geschrieben. Es sei denn ich mache etwas alleine, dann schreibe ich „ich“ ( ok, nicht witzig ).

Wenn ich jetzt so großspurig von ‚wir bereiten die Reisen vor‘ schreibe, ist das glatt gelogen. ‚Er‘ bereitet die Reisen vor. Ich reise nur und meckere, wenn etwas nicht klappt. Aber das kommt nie vor, denn Reisen, die der Mann vorbereitet, klappen immer. Wenn z.B. in Kambodscha ein Bus von Siem Reap zu den Tempeln von Angkor fährt, dann kommt der Bus . Will sagen, mein Freund ist der eigentliche Reisespezialist und ich die Begleitperson.

Es gibt nur zwei Bedingungen die ich stelle, ein vernünftiges Bett zum Schlafen und eine saubere Dusche. Das mag sich merkwürdig (an)lesen, aber wir sind schon viel und weit gereist und da sammelt man Erfahrungen, auch nicht so gute.

Wir reisen eher nicht im Luxussegment, denn das kostet meist zu viel Geld und das haben wir nicht. Auf jeden Fall nix, was ich für luxuriöse Unterkünfte beim Reisen ausgeben möchte. Hier muss ich allerdings einfügen, dass für mich auch keine Gemeinschaftsunterkünfte oder Backpackers mit Dorms in Frage kommen. Es ist meist irgendwas dazwischen. An gegebener Stelle berichte ich darüber. Es gibt noch einige Ausnahmen….wir machen keine Pauschalreisen, keine Gruppenreisen und keinen Strandurlaub. Einmal haben wir in Australien eine dreitägige Gruppenbustour gemacht, da sprechen wir heute noch drüber.

Worum wir uns zwar zunehmend mehr bemühen, es aber ehrlicherweise nicht immer schaffen, sind umweltfreundliche Reisen. Wir vermeiden zwar unnötige Fliegerei, aber es gibt Ziele, die man nur mit dem Flugzeug erreicht. Mein schlechtes Gewissen dazu beruhige ich damit, zuhause sehr nachhaltig zu leben.

Reisen die jetzt stattfinden sind immer noch Reisen zu Pandemiebedingungen. Aber dazu später mehr…..

Der Anfang

„Worüber soll ich bloggen?“

Das war gar nicht so leicht zu beantworten, denn zugegebenermaßen wusste ich das lange selbst nicht so  genau.

Zuerst dachte ich an „irgendwas mit Menschen“.

Wenn das mal nicht originell ist?

Nein, ist es nicht, darum habe ich den Gedanken auch rasch verlassen und versucht mich auf das zu konzentrieren, was ich kann. Das ist einiges. Wenn auch keine Alleinstellungsmerkmale dabei sind, kann ich doch Dinge, die andere zwar nichts als  „besonders“ empfinden, die es für mich aber sind.

Ich beobachte aufmerksam, ich reise gerne und ich liebe es, Dinge aufzuschreiben. Wenn ich das zusammen nehme, ist ein Reiseblog eine logische Konsequenz.

Den Ehrgeiz jetzt mit dem Blog den Durchbruch zur Schriftstellerin zu erlangen, habe ich nicht. Dazu reicht meine Phantasie nicht aus. Das können andere auch besser.

Zu einem Blog reichen meine Fähigkeiten aber allemal.

Ich schreibe über meine Reisen….präzise ausgedrückt, über meine Reisen nach dem Lockdown.

Das sind natürlich noch nicht viele, klar. Aber mit der Zeit werden sich die jetzt noch leeren Seiten füllen und eine Art Reisetagebuch entstehen.

Damit begebe ich mich selbst nochmal auf den Weg und versuche auch für mich zu reflektieren, was die Qualität, den Erflog oder den Flop der Reise ausgemacht hat.

Jetzt bin ich selbst schon gespannt….

Der Anfang

„Warum ich blogge“

Als ich gerade das Wort Blog geschrieben habe dachte ich, jetzt ist es real und der Anfang ist gemacht.

Ich werfe in meinem Kopf schon lange den Gedanken hin und her, einen Blog zu schreiben. Warum? Weil ich gerne schreibe, einfach so. Ist das Grund genug?

Bin im Moment noch nicht einmal sicher, ob ich das von mir Geschriebene an die Öffentlichkeit bringen möchte. Mir geht es da wie dem Rest der Menschheit, ich werde nicht gerne kritisiert. Mache ich aber etwas öffentlich, setze ich mich genau dem aus.

Aber, no risk, no fun! Wenn ich schnell wieder weg vom Fenster bin…siehe: Abschnitt vorher. Also öffentlich!

Die „Öffentlichkeit“ wird bei mir wahrscheinlich stark eingeschränkt sein, denn ich kann mir (noch) nicht vorstellen, wer das lesen sollte. Erstmal muss mein „Inner Circle“ daran glauben, die haben keine Wahl (meine Tochter meint dazu, ich solle bloß meinen Namen ändern..).

Etwas nicht zu tun, nur weil es tausend „aber“ gibt war für mich eigentlich nie eine Option.

Wie war das noch mit dem Weg und dem Ziel? Ich beschränke mich jetzt mal erst auf den Weg, die Sache mit dem Ziel habe ich noch nicht so ganz klar.

Bloggen (ich mag das Wort, klingt irgendwie ein bisschen frivol) erfordert Vorbereitung und da habe ich meine Hausaufgaben gemacht. Will sagen, ich habe gegoogelt. Bevor ich nun diese Zahl schreibe, habe ich es noch einmal überprüft: es gibt dazu 47 Millionen Treffer! Das wird nicht jeden wundern, weil bloggen stark in Mode ist.

Ich finde das viel.

Bei so vielen Treffern kommt es auf einen Blogger mehr, mich, sicher nicht an.

Es gibt Tipps zum Bloggen, gefühlt ebenfalls 47 Mio.

Sollte ich davon auch nur einen Teil beherzigen, wäre ich mehr mit beherzigen, als mit bloggen beschäftigt. Daher lass ich das mal. Wenn Sackgasse angesagt ist, kann ich ja immer noch beherzigen. 

Ihr habt natürlich gemerkt, dass ich jetzt ein bisschen geschwindelt habe. Natürlich musste ich herausfinden, auf welcher Plattform ich veröffentlichen wollte.

Wie Viele, ich weiß allerdings nicht, wie viele? habe ich eine kostenlose Variante gewählt. Macht Sinn für mich, da ich kein Produkt anbieten und auch nix verkaufen möchte.

Wenn ihr bis jetzt mit dem Lesen durchgehalten habt, ist das schon ein Erfolg für mich und wie ich schon sagte:

Der Anfang ist gemacht.