!! Tipp 7

„Wo übernachten?“

„Wildes Campen“ ist in Frankreich generell verboten. Das gilt insbesondere in der Nähe von Stränden und in Naturschutzgebieten. Besonders bei Letzterem sind die Franzosen sehr streng. Die Strafen sind richtig hoch, daher lässt man es am besten. Es gibt aber die Möglichkeit auf Gemeindeparkplätzen und an Raststätten für max. 7 Tage zu übernachten. Auch an Straßenrändern darf man stehen. Dabei muss man aber auf die Parkzonen achten. Tische, Stühle oder Zelte aufzustellen ist tabu, allerdings gibt es an vielen ausgewiesenen Parkplätzen auch Entsorgungsmöglichkeiten und oft auch Wasser und Strom. Die Regeln für das Campen sind regional verschieden. Ich gehe davon aus, dass Camper sich vorher informieren und darüber Bescheid wissen.

Also, man darf die Camper NICHT aufstellen:

auf Privatgrundstücken ( es sei denn, man hat eine Erlaubnis)/ auf öffentlichen Straßen/ am Meer/ in Naturschutzgebieten/ Abstand, weniger als 500m zu Sehenswürdigkeiten und Denkmälern.

Die Tipps bezüglich Camping habe ich recherchiert, da wir in Frankreich noch nie gecampt haben. Hier also keine Gewähr auf Vollständigkeit!

Wie ich vorher schon einmal geschrieben habe, sollte man auf keinen Fall davon ausgehen, während der Hauptsaison einen Stellplatz auf „gut Glück“ zu finden. Vorherige Reservierung ist dringend zu empfehlen.

Auf vielen französischen Campingplätzen werden auch feststehende Unterkünfte angeboten. Die Angebote reichen von einfachen Cabins bis zu komfortablen Holzhäusern. Die Ausstattung und die Lage bestimmen den Preis. Diese Möglichkeit wird von Urlaubern gerne genutzt, verbindet es die Erfahrung von Camping doch mit einem größeren Raum.

Campingplätze in Urlaubsgebieten sind vielfach in Meer-oder Seenähe und schön gelegen. Da nicht jeder einen Stellplatz mit direktem Meerzugang erhalten kann, muss man natürlich auch mit Plätzen in hinteren Reihen vorlieb nehmen. Da wir einmal ein Ferienhaus, nur durch eine kleine Straße getrennt, gegenüber eines Campingplatzes hatten, bekam ich auch das „Sozialleben“ hautnah mit. Es war lebendig, daher auch wirklich gesellig. Bekanntschaften werden rasch geschlossen und es gab eine Reihe von Veranstaltungsabenden an Gemeinschaftstreffpunkten. Das alles ist natürlich Geschmacksache, aber kommunikativ ist es auf jeden Fall.

Wir haben in der Bretagne bis jetzt immer Ferienhäuser gemietet. Für diese gibt es eine Reihe von Anbietern, von privat bis professionell. Unsere Erfahrungen ziehen sich durch alle Arten von Häusern. Waren diese in früheren Jahren eher einfach und praktisch ausgestattet, hat sich das Angebot in der Jetztzeit deutlich verbessert. Teilweise haben wir sogar luxuriös gewohnt. Leider aber auch schon wirklich übel, wenn Häuser von Anbietern „schön fotografiert“ wurden.

Abgehalten hat es uns nie, auch im Folgejahr wieder die einschlägigen Portale zu durchforsten und auf eine gute Unterkunft zu hoffen.

Im Süden der Bretagne gab es für uns schon mehrere Unterkunftsversionen. In früheren Jahren oft Übernachtung mit Frühstück (Chambers d’hôtes) oder auch mal ein Hotel. Jetzt fast ausschließlich Ferienhäuser. Für uns ist das die ideale Möglichkeit den Urlaub zu verbringen, weil man dort auch kochen kann.

Frankreich ist ein sehr beliebtes Ferienland und es macht meiner Erfahrung nach immer Sinn, bei Unterkünften jeglicher Art, die Preise zu vergleichen und aufmerksam zu prüfen, ob „versteckte“ Kosten noch zusätzlich anfallen.

In den großen Städten buchen wir generell ein Hotel, da wir in der Vergangenheit einiges an negativer Erfahrung mit der Anmietung von Privatwohnungen hatten. In Paris wohnen wir etwas Abseits der touristischen Bezirke in einem Hotel, dass wir schon seit sehr vielen Jahren kennen und das uns noch nie enttäuscht hat.

Hotelpreise in Paris können sehr heftig sein und das auch bei einem Segment, das nicht annähernd als luxuriös zu bezeichnen ist. Hier ist die Hauptsaison das, was man gemeinhin als Nebensaison bezeichnen würde. Frühling und Herbst sind weltweit die beliebtesten Jahreszeiten für eine Reise in die französische Hauptstadt. Wie immer macht es Sinn, die Preise zu studieren, da es durchaus Angebote von Reiseveranstaltern gibt die günstiger sind, als Privatbuchungen.

In den französischen Sommerferien wird Paris eher nicht so überschwemmt vonTouristen. Dass ALLES dort geschlossen ist wird als häufiges Argument benutzt, den Sommer zu meiden. Es stimmt, es ist vieles geschlossen, aber in so einer großen Stadt ist auch noch ausreichend geöffnet und die Preise niedriger als normal. Es ist schon lange her, dass wir im Hochsommer in Paris waren. Meine Erinnerung daran ist durchweg positiv. Es war sehr heiß in dem besagten Sommer, das wussten wir vorher, daher der ideale Zeitraum, sich die Pariser Museen auch einmal von innen anzuschauen. Durch die klimatisierten Räume und oft auch angeschlossenen Gärten, habe ich das in allerbester Erinnerung.

Noch ein Wort zu den Angeboten des beliebten Portals für Vermietungen in Privathaushalten. Vielleicht liegt es an uns und unseren Vorstellungen von Unterkünften, aber leider haben wir noch keine einzige Unterkunft gefunden, die uns so wirklich zugesagt hätte, besonders in Paris. Daher haben wir diese Art zu wohnen im Laufe der Jahre aufgegeben.