Frankreichurlaub Provence September 2022

„Teil 1/ Maussane-les-Alpilles“

Wir haben Frankreich schon oft bereist, auch die Provence. Die schönen Orte des großen und kleinen Luberon waren viele Jahre unser bevorzugtes Urlaubsziel, vor allem im Frühjahr. Im September 2022 sind wir erneut in die Provence gefahren, aber dieses Mal nicht in die „Bilderbuch-Provence“ des Luberon, sondern nach ‚Maussane-les-Alpilles‘ im Vallèe des Baux. Wie der Name schon sagt, liegt die Gemeinde zwischen den Alpilles, den Crau Ebenen und der Camargue (Departement Bouches-du-Rhône ). Das Wetter in dieser Region ist auch im September noch südlich-warm, manchmal sogar sommerlich heiß. Maussane ist ein schönes Dorf das alles liefert, was man sich unter südlichem Leben vorstellt. Die Zufahrt führt durch Platanenalleen und sehr viel Wald. Im Dorf selbst ist der Marktplatz bei der Kirche der zentrale Ort. Rund um den Marktplatz gruppieren sich Restaurants, mit vorwiegend Außengastronomie unter alten Bäumen, ein historischer Brunnen, mehrere Stadthäuser und die schöne Kirche Èglise Sainte-Croix.

Marktplatz
Marktplatz

Zusammen mit dem Nachbarort ‚Mouriès‘, ist Maussane mit der bedeutendste Olivenölproduzent Frankreichs. Das Dorf ist umring von Olivenhainen und besitzt noch zwei Ölmühlen, die allerfeinstes Öl pressen und auch in den mühleneigenen Geschäften verkaufen. Obwohl wir durch den schon geplanten Rückflug nicht viele Souvenirs mitnehmen konnten, haben wir uns mit einem Kanister Olivenöl für zuhause versorgt. Es schmeckt wirklich köstlich.

Olivenhain

Für die Anfahrt haben wir uns diesmal einen Flug nach ‚Marseille‘ gebucht und sind von dort mit einem Leihwagen weiter gefahren. Das war völlig problemlos. Bei der von uns gewählte Unterkunft handelt es sich um ein Privathaus mit mehreren Gästezimmern. Das Haus und die Zimmer sind schick und modern eingerichtet. Gefrühstückt wurde zusammen mit den anderen Gästen im Garten. Leider steht das Haus an einer viel befahrenen Straße. Nachts war das kein Problem, weil kaum Verkehr war. Tagsüber war es lauter, aber der Garten liegt an der Hinterseite des Hauses und ist still und friedlich. Es ist ein durch und durch provenzalischer Garten mit Bäumen, Blumen, Kräutern und stilvoller Deko.

Garten mit Swimmingpool
Frühstücksbuffet
Garten

Maussane ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung, die eine Menge zu bieten hat. Das Gebirge der Alpilles bietet gute Wandermöglichkeiten, auch Fahrradfahrern begegnet man unzähligen. Die Landschaft ist felsig und teilweise schroff, aber von den Bergen aus genießt man einen unvergleichlich schönen Ausblick auf die Ebenen der Provence.

Gleich um die Ecke von Maussane liegt „Les Baux-de-Provence“, ein Dorf, das mit zu den schönsten von ganz Frankreich zählt. Auf einem Hochplateau ragen die Überreste des Château des Baux mit seiner imposanten Befestigungsmauer. Es lohnt sich, den Aufstieg zu wagen, denn die Weitsicht ist imposant. Beeindruckend ist auch der Blick von unten auf den Ort, der sich wie ein Felsennest aus Stein auf dem Berg erhebt.

Les Baux-de–Provence

Am Fuß von Les Baux befindet sich ein Parkplatz mit heftigen Preisen. In Sachen Parkgebühren sind die Franzosen nicht zimperlich. Zum Bezahlen am besten die App: ,Presto Park‘ herunter laden. Kann man später sicher noch einmal gebrauchen. Wie überall an touristischen Orten gilt, bitte nichts im Auto lassen und die Fenster schließen!

Ein weiterer besuchenswerter Ort in der Nähe ist „Saint-Rémy-de-Provence“, ebenfalls sehr touristisch. Tatsächlich hatten wir hier Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden. Wir mussten mehrmals die Ringstraße umkreisen, bis wir endlich unser Auto stationieren konnten.

Saint- Rémy ist zauberhaft. Ein magischer Ort voller Licht und Leichtigkeit. Angeblich scheint die Sonne hier an 300 Tagen im Jahr. Das hat Künstler wie ‚Vincent van Gogh‘ angezogen, die sich von dem Strahlen der Sonne inspirieren ließen.

Man flaniert im Schatten wunderschöner „Herrenhäuser“. vorbei an kleinen Geschäften mit provenzalischen Angeboten, Restaurants, Kirchen, Klöstern und kleinen Plätzen mit Brunnen und Bänken, die zum Verweilen einladen. In der Saison gibt es zwei Mal wöchentlich einen Markt. Mittwochs mit schönen Dingen aus der Provence und am Samstag vorwiegend mit Lebensmitteln.

Wo es schön ist, ist man nicht alleine. Wem es in Saint- Rémy zu trubelig ist, findet in der Umgebung eine Menge an Sehenswürdigkeiten, die lohnen besichtigt zu werden. Die römischen Überreste von ‚Glanum“, wie Saint-Rémy ursprünglich hieß, sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Dichter ‚Frédéric Mistral‘ baute sich 1876 ein Haus in dem Dorf ‚Maillane‘, das heute ein vielbeachtetes Museum ist und sich der Erhaltung der provenzalischen Literatur widmet.

Saint-Rémy-de-Provence